Freitag, 30. August 2013

Du wirst vergessen: Suzanne Young - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Nur "Das Programm" kann der Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der zurückkehrt, ist ohne Erinnerung - und ohne Emotionen.
Niemals würde die junge Sloane es wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt. Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das Programm ihn holt, weiß Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James' Liebe kämpfen - um ihrer beider Erinnerungen.


                                deutsche Version:                                      Originalband:


"Hoch spannend und erschreckend realistisch!"

Cover:

Ich finde leider beide Cover nicht sehr schön. Das Cover des Originals passt um Längen besser zur Geschichte, es sieht nur einfach nicht sehr ansprechend aus. Das deutsche Cover sieht belebter aus, allerdings hat es für mich von Anfang an nicht wirklich zur Handlung gepasst. Schade!

Autor/Autorin:

Suzanne Young ist eine amerikanische Schriftstellerin. Nach ihrem Abschluss in "Creative Writing" gab sie als Lehrerin mehrere Jahre lang Sprachunterricht. Zurzeit lebt sie in Tempe, Arizona, wo sie Ideen für neue Romane sammelt. 

Meine Meinung:

Du.wirst.Vergessen. ist ein außergewöhnlich packender Roman, der einen bis hin zur allerletzten Seite fesselt! Dieser ist in drei Teile, mit jeweils verschiedenen Anzahlen an Kapiteln, und einem Epilog eingeteilt und aus der Sicht von Sloane geschrieben.
Von Anfang an ist mir besonders positiv aufgefallen, dass dieser Roman vor lauter Liebe fast platzen könnte. Die Liebe, die Emotionen und die Leidenschaft zwischen Sloane und James sind wirklich sehr berührend, was mich als Frau natürlich sowieso erstmal anspricht, da mir "kitschige Romane" generell gut gefallen. Dieser Roman ist allerdings nicht vollkommen besiedelt von Liebeserklärungen und tragischen Abschieden. Durch "das Programm", einer staatlichen Organisation, die die hohen Selbstmordraten unter Jugendlichen auf eine radikale Weise zu senken versucht, wird diese fast schon perfekt wirkende Liebesgeschichte gestört und auseinander gerissen, wie sollte es auch anders sein. Vor allem im ersten Teil des Buches haben mir die Dialoge zwischen den einzelnen Charakteren sehr, sehr gut gefallen. Suzanne Youngs Schreibstil war angenehm und flüssig zu Lesen, sodass man eigentlich nie ins Stocken geraten konnte. Die Charaktere, aber besonders Sloane und James, haben mir sehr gut gefallen, denn beide waren authentisch und einfach liebenswert. Die Art, wie beide miteinander umgegangen sind, ihre Unterhaltungen und ihr Vertrauen zueinander war wirklich greifbar, denn man konnte sich mit ihnen identifizieren, obwohl ich nicht jeden ihrer Schritte nachvollziehen konnte. 
Sloane ist ein wirklich reizendes und kluges 17-jähriges Mädchen, dass schon einige Schicksalsschläge hinter sich hat und deshalb nach Sicherheit und Geborgenheit schreit. James kann ihr beides geben, versucht sie immer und immer wieder aufzubauen, ist ihr Fels in der Brandung. Doch irgendwann wird ihr Fels gesprengt, vom Programm, und die volle Wucht an Wut, Verzweiflung und Trauer treffen Sloane, sodass sie bald selbst mit dem berüchtigten Programm konfrontiert wird. Alleine dies zu lesen sagt schon aus, dass der gesamte Roman einige tragische Stellen enthält, an denen man einfach erschrocken ist und froh , nicht in Sloanes Haut zu stecken. Doch was mich ehrlich gesagt etwas enttäuscht hat, ist, dass ich schnell das Gefühl hatte, so etwas sei unmöglich und Sloanes Verhalten sei zu naiv. Außerdem hat sich das Buch insgesamt etwas in die Länge gezogen. Ich kann leider nicht sagen, dass ich diesen Roman "erschreckend realistisch" fand. Erschreckend durchaus, aber nicht wirklich realitätsnah, worüber ich allerdings auch nicht traurig bin. 
Das Buch lässt einen aber mit einem Ende zurück, das einem keineswegs ein befriedigendes Gefühl gibt, d.h. zu wissen, dass man das Buch ruhigen Gewissens abschließen kann ohne weiter darüber nachzudenken. Man will einfach weiterlesen und ich freue mich jetzt schon auf den Folgeband!
Du.wirst.Vergessen ist ein fesselnder und romantischer Roman, der 9/10 Punkte verdient hat!

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Du.wirst.Vergessen
Suzanne Young
445 Seiten
blanvalet
ISBN: 978-3-442-26921-1
14,00€

Donnerstag, 29. August 2013

Glücksfall: Marian Keyes - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Für Helen kommt es knüppeldick: Sie ist so knapp bei Kasse, dass sie ihre Wohnung räumen und wieder bei ihren Eltern, den berüchtigten Walshs, einziehen muss. So deprimiert. dass sie statt Möwen schon Aasgeier über die Tankstelle kreisen sieht. Und so verzweifelt, dass sie einen beruflichen Auftrag ihren attraktiven Exfreundes annimmt. Doch dann erweist sich der Job, der als Höllenfahrt beginnt, unerwartet als Glücksfall.


                                deutsche Version:                                     Originalband:


"Die Geschichte ist so witzig wie bewegend und damit eine fantastische Fortsetzung der beliebten Walsh-Romane"


Cover:

Kurz und knapp: Ich finde beie Cover wirklich sehr gelungen, beide passen zur Geschichte und die Farben sind äußerst schön.

Autor/Autorin:

Marian Keyes, 1963 in Limerick geboren, wuchs in Dublin auf und jobbte nach dem Abbruch ihres Jurastudiums einige Jahre in London. Dann landete sie mit ihrem Debütroman Wassermelone, der Geschichte der ältesten Walsh-Tochter Claire, einen phänomenalen Erfolg. Alle folgenden Romane wurden zu internationalen Bestsellern.

Meine Meinung:

Diesmal hat es Helen Walsh, die Jüngste, getroffen! Sie spielt die Hauptrolle in Marian Keyes' abschließendem Roman Glücksfall aus der 5-teiligen Walsh-Reihe. Doch ihr Leben ist zurzeit alles andere als ein Glücksfall: sie kann ihre Wohnung nicht mehr bezahlen, bekommt keine neuen Aufträge als Privatdetektivin, muss wieder bei ihren Eltern einziehen und hat zwei Selbstmordversuche hinter sich. Das alles klingt nicht nach Glück, sondern eher nach Problemen, Trauer, Angst und Sorge. Doch wenn man Marian Keyes kennt, weiß man, dass sie versucht einem in jeder Sekunde ein Lächeln herauszukitzeln und das hat sie durchaus geschafft!
Glücksfall ist in mehrere Teile eingeteilt, die nach tagen benannt wurden: es startet mit Donnerstag, endet am folgenden Mittwoch und zusätzlich gibt es noch einen Epilog, der Monate später spielt. Der Roman ist von einem fast unsichtbarem Nebel umhüllt, denn Helens depressive Stimmung und ihr Unmut sind nicht zu übersehen. Trotzdem lässt Marian Keyes nicht nach und schreibt, wie in vorigen Romanen auch, gewohnt pfiffig, leicht und vor allem witzig. Es gab bestimmte Stellen, die wirklich erheiternd waren, mich zum Lachen brachten. Doch auf den gesamten knapp 600 Seiten kamen auch manchmal Phasen, die sich in die Länge zogen. Zwar ist Glücksfall abwechslungsreich geschrieben, auch die Charaktere sind gut beschrieben, aber zeitweise hat es sich wirklich etwas hingezogen, was schade ist. Dennoch, das eigentlich Wichtigste hat dieses Buch erfüllt: ein rundum gelungenes Lese-Erlebnis zu schaffen! Dieser Roman steckt voller Emotionen, Sehnsucht, Leidenschaft und Witzigkeit, und ich finde, das ist genau das, worauf es hauptsächlich ankommt!
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich nicht die gesamte Walsh-Reihe gelesen habe, lediglich ihren Debütroman Wassermelone. Der Schreibstil ist natürlich fast identisch und ich denke, dass sich jedes der fünf Bücher ähneln wird. Dies empfinde ich allerdings nicht als zu negativ, denn die Charaktere sind einfach äußerst sympathisch und authentisch, sodass dieser Roman einen dazu zwingt, sich in seinen Bann ziehen zu lassen!
Trotz kleiner Macken bekommt Glücksfall von mir 7/10 Punkten!

Vielen Dank an den Verlag, für das Rezensionsexemplar!

Glücksfall
Marian Keyes
605 Seiten
Heyne
ISBN: 978-3-453-26711-4
19,99€

Sonntag, 25. August 2013

Kathleen McCleary: Das Leuchten der Insel - Rezension

Inhalt (Klappentext):
Vor dir selbst kannst du nicht davonlaufen
Als Susannah merkt, dass ihren Kindern das hektische Leben an der Ostküste nicht guttut, beschließt sie, ein Jahr mit ihnen auf der einsamen Insel Sounder zu verbringen. Hier gibt es keinen Strom, kein Telefon, keine Tankstelle. Sie flieht zugleich vor ihrer festgefahrenen Ehe und der Erinnerung an ein Unglück, das auch nach vielen Jahren noch einen Schatten auf ihr Leben wirft. Auf Sounder trifft sie die charismatische Betty. Die alte Dame und die Insel werden Susannahs Leben für immer verändern...



Cover:
Die Cover finde ich schön und einfach passend, obwohl ich finde, dass das deutsche Cover von den Farben her weicher und somit ein wenig besser ist. Man soll vermutlich Susannah und ihren Sohn Quinn sehen. Im Hintergrund erkennt man das Meer und Inseln. 



Autor/in:
Kathleen McCleary, geboren in Michigan, arbeitet als Journalistin für verschiedenste Magazine und Zeitungen, darunter die "New York Times", "Good Housekeeping", "Martha Stewart Living" und "Reader's Digest". Sie lebt mit ihrem Ehemann und ihren Kindern in Virginia, wo sie an ihrem nächsten Roman arbeitet.


Meine Meinung:
Das Leuchten der Insel ist ein recht vielseitiges Buch, das allerdings eine einfache und deutliche Aussage hat: du musst lernen zu vergeben und loszulassen! 
Susannah wird von einem tragischen Unfall aus ihrer Kindheit verfolgt, der sie dazu verleitet etwas übervorsichtig zu sein, denn Susannah gibt sich die Schuld an der Tragödie. Als Katie anfängt, sich zu betrinken, merkt Susannah, dass sie ihre Kinder nicht so kontrollieren und beschützen kann, wie sie gerne würde. Also beschließt sie mit Katie und Quinn nach Sounder zu ziehen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken, wie so oft.
Die Charaktere in diesem Roman haben mir sehr gut gefallen. Sie sind vielschichtig und könnten nicht unterschiedlicher sein. Die Entwicklung die vor allem Susannah, aber auch Katie und Quinn durchmachen, war schön mitzuerleben. Auch, dass man die Geschichte von Betty in manchen Kapiteln erfährt, egal ob in der Vergangenheit oder im Jetzt, hat mir gut gefallen. 
Ich konnte mich zwar nicht wirklich in Susannah hineinversetzten und der Roman enthielt auch kaum spannende Stellen, dennoch ist Das Leuchten der Insel ein gutes Buch, dass einem auch noch etwas Wichtiges übermittelt und einen ab und an auch nachdenken lässt.
Dieses Buch bekommt von mir 7,5/10 Punkten!

Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Das Leuchten der Insel
Kathleen McCleary
412 Seiten (Taschenbuch)
Heyne
ISBN: 978-3-453-41023-7
Kaufen?
8,99€

NEUERSCHEINUNGEN SEPTEMBER 2013

1. Der Märchenerzähler:

Antonia Michaelis
erscheint am 01. September
16,95€

2. Die Totentänzerin:

Max Bentow
erscheint am 02. September
14,99€

3. Schneetreiben:

Sandra Gladow
erscheint am 09. September
9,99€

4. Die Gang:

Richard Laymon
erscheint am 01. September
9,99€

5. Zwischen uns das Meer:

Kristin Hannah
erscheint am 13. September
8,99€

6. Bis ich bei dir bin:

Emily Hainsworth
erscheint am 16. September
9,99€

7. Kleine Lügen erhalten die Liebe:

Katy Regan
erscheint am 01: September
9,99€

8. Die besten Freunde meines Lebens:

Sam Baker
erscheint am 01. September
8,99€

9. Apokalype, Baby!:

Virginie Despentes
erscheint am 01. September
19,90€

Samstag, 24. August 2013

Sommer offline: Stephanie Kate Strohm - Rezension

Inhalt (Klappentext):

In eine Welt a la Jane Austen einzutauchen, mit umwerfenden Kleidern und formvollendeten Kavalieren, ist wirklich cool, findet die 16-jährige Libby. Nicht ganz so cool sind allerdings Sommerferien ohne Handy, Lipgloss und andere Errungenschaften der Moderne. Doch genau das steht Libby bevor - in Maines ältestem Ferienlager, das auf historische Traditionen setzt. Als Libby zwei Jungs in Strumpfhosen kennenlernt, ahnt sie, dass ihr eine harte Zeit bevorsteht. Und das ist erst der Anfang.

                                 deutsche Version:                                     Originalband:


Cover:

Mir gefällt das originale Cover viel besser, denn es passt einfach mehr zur Geschichte. Das deutsche Cover ist auch sehr schön, keine Frage, aber wenn ich mir das Cover des Originalsbands ansehe, sehe ich sofort Libby in ihren altertümlichen Gewändern vor mir.

Autor/Autorin:

Stephanie Kate Strohm wuchs in Connecticut auf und war von Geburt an von der Geschichte begeistert. Sie studierte, zog durch Amerika, arbeite als Schauspielerin in Theatern und zog dann nach New York. Sie begann in New York ihren Debütroman Sommer offline zu schreiben und wurde dort sesshaft.

Meine Meinung:

Sommer offline habe ich komplett unterschätzt! Ich habe diesen Roman angefordert und dachte ich bekomme ein Buch für zwischendurch, eine kleine Abwechslung, die mir aber nach dem Lesen nicht mehr im Kopf bleibt. Dem ist überhaupt nicht so!
Der Roman ist in 11 Kapitel eingeteilt und aus der Perspektive von Libby erzählt. Dadurch wirkt alles viel realistischer und ich konnte mir Libby, ihre Gefühle, die Umgebung und jede einzelne Person sehr gut vorstellen. Es geht in Sommer offline um Libbys Sommer in einem historischen Ferienlager, das sich auf das 18. Jahrhundert festgelegt hat. Ich muss sagen, ich bin keine Person, die extrem von Geschichte fasziniert ist, doch Stephanie Kate Strohms Protagonistin Libby ist es und sie hat mich tatsächlich damit angesteckt. Durch wundervolle Beschreibungen von Umgebung und anderen Charakteren habe ich mich gefühlt, als sei ich selbst in diesem Ferienlager, als würde ich dort jeden kennen. Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gefallen, denn er war frisch und frech, flüssig zu lesen und einfach so, als hätte es ein 16-jähriges Mädchen geschrieben. Das hätte ich alles nicht erwartet, da ich nicht davon ausgegangen bin, dass der Klappentext so ein tolles Buch hervorbringt. Dieser Roman war für mich kein Buch für zwischendurch, es war viel mehr, weil einfach alles gepasst hat. Die Charaktere waren sehr gut dargestellt. Vor allem Dev, Libbys bester Freund, war mir von Anfang an sympathsch und auch Garrett ist mir ans Herz gewachsen, genau in der Geschwindigkeit, wie er auch Libby ans Herz gewachsen ist. Auch das Stephanie Kate Strohm in ihrem Debütroman noch eine Message untergebracht hat, fand ich nur positiv. Libby lernt man anfangs als einen Teenager kennen, der sehr auf ihr Äußeres bedacht ist, die neuesten Trends tragen muss und auch andere nach dem Aussehen bewertet. Sie sucht nach der großen Liebe, nach einer Art "Prinz", der perfekt sein soll, sein muss. Sie merkt nach und nach, dass diese Vorstellung einfach schwer zu realisieren ist und erkennt, dass man mehr hinter die Kleidung, hinter die Marken schauen muss. Libby merkt, dass wenn man nur lange genug hinschaut, jeder wunderschön sein kann und gerade diese Stelle im Buch fand ich mit am besten. Natürlich klingt das alles nach nichts Neuem, nichts Spektakulärem, aber in diesem Roman hat einfach alles zusammengepasst und es hat mich sprachlos gemacht, dass ich mich vorher so darin täuschen konnte!
Alles in allem ist Sommer offline eine tolle Sommerlektüre für Jemanden, der einfach für eine zeitlang weg möchte, weg vom Alttag und hinein in eine neue Welt, in einen Urlaub. Denn so habe ich mich gefühlt, wie in einem Urlaub in Maine, mit Menschen, die sich verändern und immer sympathischer werden.
Sommer offline bekommt von mir verdiente 10/10 Punkten!

Vielen Dank, für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Sommer offline
Stephanie Kate Strohm
304 Seiten
Heyne (fliegt)
8,99€
ISBN: 978-3-453-53423-0

Sonntag, 18. August 2013

Solange du da bist: Marc Levy - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Arthur kann es nicht fassen, als er eines Abends in seinem Badezimmerschrank eine Frau entdeckt, die sich mit hingebungsvoll geschlossenen Augen zum Klang des Radios bewegt. Diese Erscheinung erschreckt ihn zuerst, und er zweifelt an seinem Verstand, doch bald beginnt er, Laurens Gesellschaft auf ungeahnte Weise zu genießen. Sie lässt ihn hoffen und träumen. Und irgendwann kann er sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.

                                  deutsche Version:                                        Originalband:

Cover:

Ich muss sagen, dass mir das deutsche Cover sehr viel besser gefällt! Das Originalcover ist zu schlicht, mn kann nur die Augen einer Frau erkennen, vermutlich von Lauren. Auf dem deutschen Cover hingegen, sieht man Laurens Kopf, ihre Haare, die im Wind wehen. Auch die Farben gefallen mir sehr. Eines der schönsten Cover, die ich bis jetzt gesehen habe!

Autor/Autorin:

Marc Levy wurde 1961 in Frankreich geboren. Mit achtzehn Jahren engagierte er sich beim französischen Roten Kreuz, für das er 6 Jahre tätig war. Gleichzeitig studierte er Informatik und Betriebswirtschaft an der Universität in Paris. Er entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino und schrieb mit siebenunddreißig Jahren seinen ersten Roman Solange du da bist, der von Stephen Spielburg verfilmt und auf Anhieb ein Welterfolg wurde. 
Marc Levy, der zurzeit mit seiner Familie in New York lebt, ist mit 20000000 verkauften Büchern der erfolgreichste französische Autor weltweit.

Meine Meinung:

Solange du da bist ist mir vor allem durch das Cover aufgefallen, das mich sofort angesprochen hat. Ich fand es von Anfang an wunderschön und auch der Klappentext hat mir gefallen. 
Der erste gute Eindruck hat mich auch nicht im Stich gelassen! Marc Levys Debütroman ist in 16 Kapitel eingeteilt und aus Arthurs Sicht geschrieben. Anfangs habe ich wie gebannt gelesen, jede Seite hatte ich wie im Flug fertig, denn ich fand Laurens und Arthurs Annäherung ehrlich, realistisch und süß. Laurens Geschichte ist ungewöhnlich, sonderbar und eigentlich kaum zu glauben, aber Arthur wagt den Schritt, glaubt ihr und die beiden verlieben sich ineinander. Der mittlere Teil des Romans hat mir allerdings nicht so sehr gefallen, da ich einige Stellen als etwas zu unrealistisch empfunden habe und ich deshalb zeitweise nicht ganz in der Geschichte war. Die Charaktere haben mir trotzdem sehr gut gefallen. Arthur wirkt wie jemand, den jeder, absoluter jeder, sympathisch finden MUSS. Er ist zurückhaltend, engagiert, freundlich, offen, vertrauenwürdig und und und. Einfach so, wie man sich seinen Schwiegersohn vorstellt. Lauren dagegen ist impulsiv, selbstbewusst, sie weiß was sie will und wirkt dadurch wie eine Frohnatur. Beide zusammen ergeben ein schönes BIld, sie ergänzen sich.
Am Besten haben mir aber Marc Levys Dialoge zwischen den einzelnen Charakteren gefallen. Sie waren witzig, manchmal sehr tiefgründig und abwechslungsreich. Ich mochte seinen Schreibstil sehr. Manche Bücher enthalten ebenfalls einige Stellen, die bedeutungsschwerer sind, die etwas vermitteln wollen, nur der Autor hat das Ganze nun mal auch schwer verpackt, sodass es keinen Spaß macht diese Texte zu lesen. Bei Solange du da bist ist das anders. Es gibt Stellen, an denen man gar nicht mehr aufhören kann zu schmunzeln und dann wieder welche, an denen man kurz nachdenkt, es aber nicht langweilig oder nervig wird.
Alles in allem hat mir Marc Levys Roman Solange du da bist gut gefallen! Er selbst sagt, er habe diesen Roman für seinen Sohn geschrieben, um zu zeigen, dass man sich in das Innere eines Menschen verlieben kann, und nicht nur in das Äußere. Diese Beschreibung finde ich sehr passend und stimme ihm vollkommen zu!
Solange du da bist bekommt von mir 7/10 Punkten!

Danke an den Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Solange du da bist
Marc Levy 
blanvalet
8,99€
ISBN: 978-3-442-37733-6
Kaufen?

Sonntag, 11. August 2013

Annette Moser: Mein Leben für dich - Rezension

Inhalt (Klappentext):
Simon hat Mist gebaut. Jetzt sitzt sein Bruder seinetwegen im Knast und er selbst steht ohne Geld und Arbeit da. Doch dann bekommt er die Chance seines Lebens: als Bodyguard an der Seite der junge Hotelerbin Mia. Mia ist stinksauer, dass ihr Vater sie von ihrem Schweizer Internat genommen hat und jetzt auch noch einen Babysitter für sie engagiert. Darauf hat Mia herzlich wenig Lust und lässt Simon das auch sehr deutlich spüren. Trotzdem kommen sich die beiden näher. Doch als sich Simons alte Gang einschaltet, wird ihre zarte Liebe auf eine harte Probe gestellt. Und Simon wird klar, dass er tatsächlich sein Leben für Mia gäbe...


Cover:
Das Cover finde ich wirklich schön und gelungen. Darauf sind Mia und Simon zu sehen. Mia hatte ich mir ungefähr so vorgestellt, Simon aber eigentlich ganz anders. Ansonsten passt die Szene meiner Meinung nach aber gut zur Geschichte und auch gut zum Titel.


Autor/in:
Annette Moser wurde 1978 in Hamburg geboren. Sie studierte Germanistik und Kunstgeschichte und Bamberg und in Rom. Danach arbeitete sie mehrere Jahre als Lektorin in einem Kinder- und Jugendbuchverlag. Sich selbst Geschichten auszudenken, war schon immer ihr Traum. Heute wohnt sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten in Nürnberg und widmet sich ganz dem Schreiben.


Meine Meinung:
Mein Leben für dich hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Der Schreibstil von Annette Moser lässt sich flüssig lesen und auch wenn ich finde, dass es nicht sooo viel Spannung gab, möchte man das Buch gar nicht mehr wirklich aus der Hand legen. Die Kapitel sind in der Ich-Form abwechselnd aus der Sicht von Mia und Simon erzählt, sodass man ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen kann. Außerdem ist die Sprache recht jugendlich gehalten, was gut zum Buch passt. Die beiden Protagonisten haben mir gut gefallen. Mia ist zwar anfangs das verwöhnte Mädchen, das weiß, was es will, doch sie entwickelt sich in der Geschichte immer weiter, wird immer sympathischer und liebenswerter, und auch die Entwicklung, die die Beziehung zu ihrem Vater erlebt, gefällt mir. Simon hat mir von Anfang an gefallen, nur die ganze Sache mit der Gang fand ich an ihm ziemlich unsympathisch. Er hat es nicht leicht gehabt im Leben und will deshalb zur Gang von seinem Bruder Ben dazugehören. Dass das ein großer Fehler ist und Ben ihn nicht  immer vor dem Anführer Rick gewarnt hat, weil er ihn für nicht talentiert genug hält, begreift Simon leider erst viel zu spät. Kai Thalbach konnte ich seit er das erste Mal vorgekommen ist nicht leiden. Und dass er nicht so toll ist wie Mia denkt, war von vorne herein klar.
Bis Simon und Mia sich wirklich näher kommen dauert es ein wenig. Damit hatte ich aber gerechnet und fand es auch nicht wirklich schlimm. Leider konnte ich mir ein paar (kleinere) Dinge, die passieren würden, schon vorher denken. Das ist aber auch das Einzige, das ich wirklich zu kritisieren habe.
Deshalb gebe ich Mein Leben für dich 8,5/10 Punkten.

Mein Leben für dich
Annette Moser
414 Seiten (Taschenbuch)
Loewe
ISBN: 978-3-7855-7617-5
Kaufen?
7,95€

Freitag, 9. August 2013

Ein Jahr voller Wunder: Karen Thompson Walker - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Das kalifornische Ehepaar Joel und Helen sitzt mit seiner Tochter Julia gerade am Frühstückstisch, als die Nachricht über sie hereinbricht: Die Erdrotation verlangsamt sich spürbar. Und auf einmal ist alles anders. Als sich Julia Hals über Kopf zum ersten Mal verliebt. Und Julias Vater mit den Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Was passiert mit einer Familie, wenn sich plötzlich das Gefüge um sie herum verschiebt? Was könnte verhängnisvoller sein als der Zerfall einer Ehe? Was bewegender als die Gefühle eines verunsicherten Teenagers? Denn selbst wenn die Erde, wie manche voraussagen, vor ihrem Ende steht - das Leben muss weitergehen.



                               deutsche Version:                                       Originalband: 


"Ein brillianter Roman, der in einer Welt spielt, in der die Zeit bedeutungslos und das Gewöhnliche außergewöhnlich wird."


Cover:

Ich finde beide Cover wirklich sehr schön und passend. Auf dem deutschen Cover ist eine Siedlung, eine Straße zu sehen und besondere gelbe und grüne Lichter, die die Häuser dort bestrahlen. Auf dem Originalcover ist der Titel mit Sternen geschrieben. Diese besonderen Lichter und die Sterne hängen dicht mit der Geschichte zusammen und sobald ich die Cover sehe, habe ich die Handlung direkt vor Augen. So sollte es sein!

Autor/Autorin:

Karen Thompson Walker, Anfang dreißig, geboren und aufgewachsen in San Diego, Kalifornien, hat an der UCLA und an der Columbia University studiert. Sie schrieb Ein Jahr voller Wunder in den Morgenstunden, bevor sie ihrer Arbeit als Lektorin in einem Verlag nachging. Karen Thompson Walker lebt mit ihrem Mann in Brooklyn, New York.

Meine Meinung:

Zu Anfang würde ich gerne sagen, dass ich mir unter diesem Roman erst etwas anderes vorgestellt habe. Der Klappentext hat mich angesprochen, so unter dem Motto "Du da, du MUSST mich lesen. Komm schon!", also habe ich es angefordert und mich gefreut als es bei mir im Briefkasten lag. Der Roman ist eine gelungene Abwechslung zu dem, was ich sonst lese und hat mich dazu ermutigt, mich mehr vorzuwagen und auch mal andere, neue, außergewöhnliche Bücher zu lesen, die realitätsnah sind und etwas sagen wollen. 
Ein Jahr voller Wunder ist in 34 Kapitel eingeteilt und aus der Sicht von Julia, dem 11-jährigen, stillen Mädchen geschrieben. Es geht, um es grob zu sagen, darum, wie die Welt in der nahen Zukunft aussehen kann. Wenn sich das Magnetfeld verschiebt, die Sonne ungehindert auf die Erde und auf uns einstrahlt, sich die sonnigen und dunklen Phasen des Tages ausbreiten, fast zu Wochen werden, keine Pflanzen mehr vernünftig wachsen und schon einige der Lebewesen auf unserer Welt diesem physikalischen Phänomen zum Opfer fallen. Das Ganze klingt vielleicht ziemlich abgefahren und unrealistisch, das dachte ich anfangs auch und war nicht begeistert. Karen Thompson Walker hat es allerdings geschafft, ihre Handlung wahrheitsgetreu darzustellen. Mit jeder Seite, die man umblättert, wirkt alles so, als könnte es in den nächsten 50 Jahren wirklich passieren, als wäre dies unser Schicksal. Trotzdem ist dieses Buch kein Buch, was sich nur mit der Physik beschäftigt! Im Vordergrund steht das Leben von Julia, ihrer ersten Liebe, ihrer Eltern und wie sie mit der veränderten Umwelt umgeht. 
Die Charaktere, die nicht all zu ausführlich beschrieben wurden, da der Hauptaugenmerk des Beschreibens eher auf den Veränderungen der Erde lagen, waren so repräsentiert, dass man sich mit ihnen komplett identifizieren konnte. Ich konnte zwar keine großen Sympathien aufbauen, doch dies ist im Nachhinein betrachtet auch nicht nötig gewesen, um der Handlung zu verfallen. Ich war trotz allem, nach kleinen Anlaufschwierigkeiten, mitten in der Geschichte und habe jeden Schritt mitverfolgen können, jeden Gedanken, jeden Schicksalsschlag und jede weitere Katastrophe.
Ein Jahr voller Wunder ist ein Roman, der realitätsnah aufzeigt, was mit unserer Erde einmal passieren kann, denn nicht eine einzige der von Karen Thompson Walker beschriebenen Veränderungen klangen unlogisch oder gar unmöglich. Leider fand ich die Handlung erst nach ein paar Kapiteln richtig spannend, somit kann ich diesem Roman keine volle Punktzahl geben. ABER das Ende war wirklich äußerst gelungen und ein toller Abschluss für dieses Buch, vor allem das allerletzte 34. Kapitel hat mir gefallen und mich etwas beruhigter zurückgelassen. In der Hoffnung, dass unsere derzeitige Situation nicht so ausweglos ist wie die, die in Ein Jahr voller Wunder beschrieben wurde!
Dieser Roman bekommt von mir 7/10 Punkte!

Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ein Jahr voller Wunder
Karen Thompson Walker
313 Seiten
btb
ISBN: 978-3-442-75363-5
19,99€

Sonntag, 4. August 2013

Bevor du gehst: James Preller - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Von seinem letzten Highschool-Sommer verspricht sich der sechzehnjährige Jude Einiges: endlose Stunden am Strand, Musik, Mädchen - das letzte Mal die große Freiheit, bevor der Ernst des Lebens wartet. Mit einem nervenaufreibenden Job in einem Burgerladen beginnen die coolsten Ferien aller Zeiten jedoch nicht ganz so toll wie geplant. Aber dann begegnet Jude ausgerechnet zwischen heißen Fritten und den Bestellungen unverschämter Kunden dem atemberaubendsten Mädchen, das er je gesehen hat: Becka. Und das absolut Beste an Becka ist, dass sie unbegreiflicherweise Jude genauso umwerfend zu finden scheint wie er sie. Jude kann sein Glück kaum fassen - doch es ist leider nur von kurzer Dauer: Ein schlimmer Unfall reißt einen geliebten Menschen aus Judes Leben und alles, was ihn wichtig war, hat mit einem Mal keine Bedeutung mehr. Nicht einmal Becka. Es dauert eine ganze Weile, bis Jude begreift, dass er sie nicht verlieren will. Und sich ins Zeug legt, um sie zurückzugewinnen.

                                   deutsche Version:                                   Originalband:


Cover:

Mir gefällt das deutsche Cover viel, viel besser! Darauf ist vermutlich Jude zu sehen, der am Strand entlang läuft und dem Sand seine Spuren hinterlässt. Dies passt auch gut zur Geschichte, denn der Strand spielt für Jude eine große Rolle: er arbeitet diesen Sommer am Strand, er sieht den Strand als eine Art Rückzugsort an. Das Originalcover gefällt mir dagegen nicht sehr gut, denn auch wenn es in Bevor du gehst um einen Autounfall geht, spielt sich dieser nicht vor einer Ampel ab.

Autor/Autorin:

James Preller wurde 1961 geboren und hat sechs ältere Geschwister. Er studierte in New York und schon bald nach seinem College-Abschluss beschloss er, sich dem Schreiben zu widmen. Seither hat er über achtzig Kinderbücher geschrieben, die sich in den USA millionenfach verkauften. Bevor du gehst ist sein erster Jugendroman. 
Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Delmar, New York.

Meine Meinung:

Als ich den Roman abgeschlossen habe, habe ich mir einige englische Rezensionen dazu durchgelesen und war ehrlich gesagt etwas schockiert. Beide Rezensionen waren eher negativ und hatten nur wenig positive Kritik für James Prellers ersten Jugendroman übrig. Ich allerdings muss sagen, dass ich weniger kritisch an das Buch herangegangen bin und sehr wohl positive Resonanz vorzubringen habe!
Bevor du gehst ist in einen Prolog ("Der Unfall") und ein Vorher und ein Nachher eingeteilt, die insgesamt 32 Kapitel umfassen. Der gesamte Roman ist aus Judes Sicht geschrieben. 
Mir hat die Unterteilung in vor dem Unfall und nach dem Unfall gut gefallen, denn so hatte man die Chance alles mitzuverfolgen und wurde nicht Hals über Kopf ins Geschehen herein geschmissen. Da schon aus dem Klappentext zu entnehmen ist, dass sich ein Autounfall ereignen wird und eine Person ums Leben kommt, habe ich ab Beginn des Buches gerätselt, um wen es sich wohl handeln mag. Ich hatte von Anfang an eine Vermutung, die sich allerdings als unwahr herausgestellt hat. Durch den Verlust eines geliebten Menschen aus Judes Leben, rückt die Liebesgeschichte und die frische und zugleich manchmal etwas komplizierte Beziehung zu Becka eher in den Hintergrund und man wird mit Judes Trauer und seiner Wut konfrontiert. Ich konnte seine Wut und auch seine Isolation nachvollziehen, jedoch fand ich ihn zeitweise etwas zu egoistisch. Er schottet sich von allem ab: seinen Eltern, seiner Freundin Becka, seinen Kumpels und seinem Ferienjob. Die Reaktion ist für mich völlig logisch, trotzdem finde ich, dass er mit Becka nach dem Unfall etwas zu forsch umgeht. Dabei ist es nur schön zu sehen, wie sie sich am Ende des Buches wieder zusammenraufen und alles auf ein kleines, niedliches Happy-End hinausläuft, das nach einer solch langen und schweren Reise durch Trauer und Verzweiflung an dieser Stelle sehr angenehm zu Lesen ist.
Den Schreibstil von James Preller fand ich ebenfalls flüssig und klar, auch seine Dialoge haben etwas Schwung in den Roman gebracht und mir hier und da oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Meine liebste Stelle würde ich gern zitieren:

"Danke, dass du mir verziehen hast", sagte sie. Jude fand keinen Namen für dieses Gefühl: die Schnur eines Heliumballons, die durch seine Finger glitt, dieses Schweben Richtung Himmel. Er erkannte nur die Verwirrung und Aufregung eines kleinen Jungen, das Pochen und Tosen der Herzen. Küss mich immer wieder, bis sich alle Sterne am Himmel drängen wie verstreutes Salz auf einem schwarzen Berg. Er drückte sich gegen sie, das Herz auf den Lippen. Ist es das?, dachte er. Ist das Liebe?"

Für mich ist Bevor du gehst ein absolut gelungener Jugendroman, der die volle Punktzahl verdient hätte. Allerdings haben mir die Charaktere sind so sehr gefallen: Jude zu egoistisch und in sich gekehrt, Becka zu offen und naiv. 
Deshalb "nur" 9/10 Punkten von mir!

Herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Bevor du gehst
James Preller
222 Seiten
Heyne (fliegt)
ISBN: 978-3-453-26833-3
12,99€

Samstag, 3. August 2013

Nataly Savina: Love Alice - Rezension

Inhalt (Klappentext):
"Wir rennen. Mein Herz hüpft. Cherry und ich."
Wieder eine neue Stadt, wieder eine andere Schule: Alice hat das Nomadenleben ihrer Mutter, einer exzentrischen Opernsängerin satt. Dann trifft sie Cherry. Vorsichtig lassen sich die beiden Mädchen aufeinander ein, testen ihre Grenzen, spielen gefährliche Spiele. Doch dann passiert das Unvorstellbare, das Alice für immer verändern wird.


Cover:
Das Cover finde ich recht schön. Es zeigt Cherry. Allerdings hat es für mich nicht hunderprozentig mit der Geschichte zu tun.


 Autor/in:
Nataly Elisabeth Savina, geboren 1978 in Riga, wuchs in Helsinki auf und machte ihr Abitur in Freiburg. Sie studierte Angewandte Kulturwisschenschaften in Hildesheim und Drehbuchschreiben an der Film- und Fernsehakademie Berlin. Love Alice, das mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnet wurde, ist ihr erster Roman bei Beltz&Gelberg.


Meine Meinung:
Die Freundschaft der beiden ist besonders, denn Cherry ist total flippig, sodass man sich nie sicher sein kann, was sie als nächstes tut. Sie fällt auf. Aber manchmal wirkt sie sehr in sich gekehrt und traurig, dann wieder ist sie wütend und abweisend. Alice dagegen ist sehr sensibel und sehnt sich nach der Zuneigung und Liebe, die sie von ihrer Mutter nicht bekommt. Doch durch Cherry verändert sie sich, blüht auf. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gewöhnungsbedürftig und hat mir nicht sehr gut gefallen. Mal ist das Buch flüssig zu lesen, mal stockend. In dem Buch steht auch die Handlung sehr im Hintergrund, die Gefühle dagegen stehen im Vordergrund. An manchen Stellen war das wirklich notwendig, aber alles in allem hat mir auch das nicht wirklich zugesagt. Das Ende hat mir dann aber doch noch sehr gut gefallen.
Ich gebe Love Alice 5/10 Punkten.

Love Alice

Nataly Savina
155 Seiten (Klappbroschur)
Beltz&Gelberg 
ISBN: 978-3-407-81141-7
Kaufen? 
12,95€

Stone Girl: Alyssa B. Sheinmel - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Sethie hat alles , was man sich mit siebzehn nur wünschen kann: Gute Noten, coole Freunde - und natürlich Shaw, den sie zwar mehr liebt als er sie, aber das ist schon in Ordnung. Zumindest, solange Sethie nicht darüber nachdenkt. Doch sie denkt sehr oft nach. Über sich, über ihr Leben, über ihren Körper. Und plötzlich bekommt ihre heile Welt Risse - und sie hat das Gefühl, dass ihr alles entgleitet.



                                     deutsche Version:                         Originalversion:

Cover:

Da beide Cover identisch aussehen, finde ich auch beide sehr gelungen. Darauf ist Sethie zu sehen, die ich mir auch genau so vorgestellt habe.

Autor/Autorin:

Alyssa B. Sheinmel wurde in Stanford, Kalifornien, geboren und lebt und arbeitet heute in New York. Schreiben ist ihre Lieblingsbeschäftigung seit sie einen Stift halten kann. Ansonsten verbringt sie jede freie Minute am liebsten mit ihrem Hund.

Meine Meinung: 

Stone Girl ist aus Sethies Sicht geschrieben, in 25 Kapitel und einen Nachweis der Autorin eingeteilt und beschäftigt sich mit dem Thema der Essstörung unter Teenagern.
Für mich war es aus dem Klappentext nicht ersichtlich, dass es sich hier um ein Buch handelt, dass wirklich etwas vermitteln will, dass eine Botschaft in sich trägt. Trotzdem hat mich das Buch angesprochen, denn dieses Thema ist vor allem in meinem Alter ein sehr Wichtiges und Unausgesprochenes. Essstörungen sind sehr verbreitet, nur oft wird nicht darüber geredet. Betroffene wollen kein Mitleid, sie wollen ihre selbstgesteckten Ziele durchsetzen, auch wenn das Ganze auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres Körpers erfolgen muss. Ich selbst habe keine Erfahrungen damit gemacht, nicht an meinem eigenen Körper, nicht bei Freunden oder Bekannten. Deshalb war es für mich doppelt so interessant und meine Vorfreude hat mich nicht enttäuscht!
Am Anfang waren Sethies Empfindungen für mich noch völlig normal. Sie ist 17, ist mit ihrem Körper nicht sehr zufrieden und will abnehmen. Sie hat durch die Zeit des alltäglichen Umgangs mit Medien ein Schönheitsideal kennengelernt, dass für die meisten Mädchen unerreichbar ist: Ich muss so dünn sein, wie ein Model! Ich habe ihre Probleme, ihre Gedanken sehr gut verstanden, denn ich denke jedes Mädchen spielt manchmal mit diesen Gedanken. Jedoch wurden Sethies Methoden immer massiver, bis hin zur Bulimie. Sie selber erkennt es nicht, lächelt ihre Freunde an, während diese ihr völlig erschüttert mitteilen, dass sie zu dünn ist. Sie fühlt sich glücklich dabei, Zufriedenheit macht sich breit. Diese hält allerdings nicht lange an. Denn spätestens ab dem Moment, an dem sie sich selbst im Spiegel ansieht, ist sie spurlos verschwunden und es scheint, als sei diese Zufriedenheit nie da gewesen. Ich muss sagen, ich war geschockt von mir selbst, dass ich ihre Ängste größtenteils verstanden habe. Trotzdem konnte ich mit ihren krassen Methoden nichts anfangen, was auch gut so ist, niemand sollte das. 
Das Ende ist offen, man erkennt allerdings eine Besserung von Sethies Gemütszustand. "Ich glaube, irgendetwas brauche ich." lautet einer der letzten Sätze des Romans, die darauf schließen lassen, dass Sethie eingesehen hat, wie ausweglos ihre Situation ist. Dieser Satz hat mich wirklich beruhigt zurück gelassen, auch wenn ich weiß, dass es vielen Mädchen noch nicht so geht, dass diesen Satz viele essgestörte Mädchen noch nicht gesagt haben.
Insgesamt hat mir dieser Roman sehr gut gefallen. Stone Girl will etwas vermitteln, will zeigen wie ein Leben entgleiten kann, wenn man zu sehr einem Ideal hinterherjagt.
Deshalb bekommt der Roman Stone Girl von mir verdiente 8/10 Punkten!

Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Stone Girl
Alyssa B. Sheinmel
262 Seiten
Heyne (fliegt)
ISBN: 978-3-453-53424-7
12,99€