Dienstag, 12. November 2013

Justin Halpern: Noch weniger Sex und ich wäre ein Pandabär - Rezension

Das Desaster eines verhinderten Frauenverstehers

Inhalt (Klappentext):
Wenn ich als Teenager ein Männermagazin sah mit den üblichen 73 Tipps, wie Sie ihre Partnerin zur Ekstase treiben, dachte ich nur: Vielen Dank, aber einer würde mir schon reichen. Abgesehen davon habe ich gar keine Partnerin. Kann darüber vielleicht mal jemand was schreiben?
Missglückte Flirtversuche in der Grundschule, die Peinlichkeiten der Pubertät, das ominöse "erste Mal" und das sinnlose Bemühen, die Frauen zu verstehen - Justin Halpern lässt auf seinem steinigen Weg zum Liebesglück kein Fettnäpfchen aus.


Cover:
Das deutsche Cover gefällt mir besser als das Original. Es sieht einfach witziger und ansprechender aus.

Autor:
Justin Halpern ist Gründer der Comedy-Website HolyTaco.com und war leitendes Redaktionsmitglied bei Maxim.com. Zum Star wurde er dank seiner Twitter-Seite "Shi*t My Dad Says", auf der nahezu 2 Millionen Fans gespannt die neuesten Sprüche seines Vaters Sam verfolgen. Sh*t: Ansichten meines Dads, Justin Halperns Buch über das Zusammenleben mit seinem Vater - als Taschenbuch unter dem Titel Kein Scheiß veröffentlicht -, war wochenlang auf Platz 1 der amerikanischen Bestsellerliste und wurde zur Vorlage für eine TV-Serie mit William Shatner als "Dad". Justin Halpern lebt heute mit seiner Frau in Los Angeles.

Meine Meinung:
Der Autor fasst in Noch weniger Sex und ich wäre ein Pandabär seine Erfahrungen mit Frauen auf eine durchaus humoristische Weise zusammen, allerdings hatte ich mir ein wenig mehr von dem Buch erwartet.
Halpern beschreibt sich und sein Umfeld sehr realistisch, was einen in vielerlei Hinsicht glauben lässt, dass die Ereignisse wirklich genau so geschehen sind. Gut war aber, dass er wirklich keine Peinlichkeit ausgelassen hat. Am witzigsten war allerdings eher sein Vater, als die "Witze", denn dieser haut ihm immer wieder verbal eine runter. 

Das Ende der Geschichte, hat mir auch gut gefallen, denn schlussendlich möchte Justin seiner großen Liebe einen Heiratsantrag machen.
Noch weniger Sex und ich wäre ein Pandabär bekommt von mir 8/10 Punkten!

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar!

Noch weniger Sex und ich wäre ein Pandabär
Justin Halpern
217 Seiten
Manhattan
ISBN: 978-3-442-54712-8
Kaufen?
12,99€

Freitag, 8. November 2013

Hans Koppel: Entführt - Rezension

Inhalt (Klappentext):
Bis sie verstummt
Als Ylva ihr Büro verlässt, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben in Kürze für immer verändern wird. Sie verabschiedet sich von ihren Kollegen, wünscht allen einen schönen Abend und macht sich auf den Heimweg. Nach wenigen Minuten hält ein Auto neben ihr. Alte Bekannte, wie es scheint. Sie bieten Ylva an, sie ein Stück mitzunehmen. Ylva fühlt sich unbehaglich, doch sie will nicht unhöflich sein, nimmt das Angebot an und steigt ein. Eine Entscheidung, die sie für immer bereuen wird.
Cover:
Mir gefallen beide Cover nicht so gut. Das deutsche Cover ist mir zu langweilig, das Originalcover finde etwas übertrieben.


Autor:
Hans Koppel wurde 1964 in Helsingborg geboren. Er hat lange als Journalist gearbeitet bevor er sich gänzlich dem Schreiben zuwandte. Hans Koppel lebt heute mit seiner Frau und seiner Tochter in Stockholm.


Meine Meinung:
Die Idee hinter dem Buch gefällt mir gut, allerdings hakt die Umsetzung an einigen Stellen. Die Entführung Ylvas und ihr Verbleib danach, wenige Meter von ihrem Zuhause entfernt, schildert Koppel konsequent und ohne große Zurückhaltung in der Sprache. Ylva wird in einen Keller gesperrt und von ihren Entführern zur Haus- und Sexsklavin gemacht, während sie ihre Familie per Kamera beobachten kann. Das langsame Zerbrechen der Frau hat der Autor überzeugend und offen geschildert, ebenso die Hilflosigkeit des Ehemann, auch wenn die Darstellung als Weichei etwas zu weit geht. 
Die Schilderung der Polizeiarbeit (teilweise völlige Untätigkeit und Desinteresse) ist viel zu übertrieben und nervt somit mehr, als dass sie die Geschichte vorantreibt. Die Nebengeschichte, die zur Aufklärung der Ereignisse, die durchaus weitreichender sind, führen wird konnte mich auch nicht so ganz überzeugen: viele Verbindungen, die im Verlauf entstehen, wirken allzu zufällig und konstruiert.
Entführt bekommt von mir 6/10 Punkten.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Entführt
Hans Koppel
350 Seiten
Heyne
ISBN: 978-3-453-43718-0
Kaufen?
8,99€

Wulf Dorn: Phobia - Rezension

Inhalt (Klappentext):
Der Wagen ihre Mannes in der Auffahrt. Sein Schlüssel in der Haustür. Seine Schritte auf dem Flur. Für Sarah Bridgewater sind es vertraute Geräusche. Doch es ist mitten in der Nacht, und der Mann auf dem Flur ist nicht Stephen. Trotzdem behauptet der Fremde, ihr Mann zu sein, und er scheint alles über sie zu wissen. Sarah bleibt zunächst keine Wahl, als sich darauf einzulassen. Denn nebenan schläft ihr sechsjähriger Sohn...

Ein perfides Psychospiel mit menschlichen Urängsten - und ein Wiedersehen mit Mark Behrendt aus Trigger

Cover:
Das Cover gefällt mir gut. Es ist schlicht gehalten und passt zur Geschichte. Zudem steht es für einen wichtigen Teil im Leben des Fremden.


Autor:
Wulf Dorn, Jahrgang 1969, schreibt seit seinem zwölften Lebensjahr. Seine Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Sein 2009 erschienener Debütroman Trigger wurde ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt. Nach zwanzigjähriger Psychatrietätigkeit lebt er heute als freier Schriftsteller mit seiner Frau und einer Glückskatze in der Nähe von Ulm.


Meine Meinung:
An sich ist Phobia kein schlechtes Buch, allerdings auch kein sehr gutes. Zu Beginn hat mich die Geschichte wirklich gefesselt und war durchaus spannend, aber zur Mitte hin flacht diese Spannung ab. Um ehrlich zu sein, ich hatte von dem Buch sehr viel mehr erwartet und wurde dementsprechend enttäuscht. Die Begegnung Sarahs mit dem Fremden, der sich als ihr Mann ausgibt wurde durch kein weiteres Ereignis getoppt. So wurde das Buch eigentlich immer langweiliger und ich muss zugeben, dass ich es nur weitergelesen habe, weil ich wissen wollte, wo Sarahs Mann steckt, ob er lebt und welche Hintergründe der Fremde hat. Dass man eben diese Hintergründe am Ende erfährt hat mir gut gefallen und waren zumindest teilweise nachzuvollziehen. Dennoch hätte ich mir mehr "perfides Psychospiel" gewünscht, so wie es versprochen wurde.
Phobia bekommt von mir 6,5/10 Punkten!

Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Phobia
Wulf Dorn
391 Seiten
Heyne
ISBN: 978-3-453-26733-6
Kaufen?
19,99€

Sonntag, 20. Oktober 2013

NEUERSCHEINUNGEN NOVEMBER 2013

1. Wir beide, irgendwann:

Jay Asher
erscheint am 18. November
17,99€


2. Die eiskalte Jahreszeit der Liebe:

A.D. Miller
erscheint am 21. November
18,99€


3. Dunkle Idylle:

Carmen Korn
erscheint am 01. November
ca. 8,99€


4. Liebe auf den ersten Klick:

Emma Garcia
erscheint am 18. November
8,99€


5. Ein Kuss unter dem Mistelzweig:

Abby Clements
erscheint am 18. November
8,99€


6. Ich bin die, die niemand sieht:

Julie Berry
erscheint am 11. November
8,99€


7. Dunkler Zwilling:

Doris Bezler
erscheint am 25. November
9,99€


8. Weil ich Layken liebe:

Colleen Hoover
erscheint am 01. November
ca. 9,99€


9. Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte:

Rachel Joyce
erscheint am 21. November
ca. 18,99€


10. Ein Tag im März:

Jessica Thompson
erscheint am 22. November
9,99€


Mittwoch, 9. Oktober 2013

Paola Calvetti: Im Café der möglichen Träume - Rezension

Inhalt (Klappentext):
Olivia und Diego sind füreinander bestimmt - sie wissen es nur noch nicht...

Olivia ist fassungslos, als ihr überraschend gekündigt wird. Mit einem Pappkarton unter dem Arm, in dem sich ihr bisheriges Berufsleben befindet, sucht sie Zuflucht in einem Café. Während sie sich mit heißer Schokolade tröstet, überlegt sie, wie es weitergehen soll: Olivia legt Listen an, schmiedet Pläne, verwirft sie wieder und verliert sich in Erinnerungen. Zur gleichen Zeit sitzt Diego in einer Bar. Auch für ihn ist es ein bedeutungsvoller Tag, der möglicherweise einen Neuanfang mit sich bringt. Was weder er noch Olivia ahnen: Ihre Wege haben sich seit ihrer Kindheit immer wieder gekreuzt, und auch nun sind sie nur einen Steinwurf voneinander entfernt..



Cover:
Das deutsche Cover zeigt vermutlich Olivia und ich finde es auch ganz hübsch, aber das Originalcover gefällt mir deutlich besser.


Autorin:
Paolo Calvetti wurde 1958 in Mailand geboren, wo sie auch heute noch lebt. Nach Stationen als Pressesprecherin des italienischen Touring Club und der Mailänder Scala schrieb die renommierte Journalistin für große italienische Tageszeitungen und Frauenmagazine. Alle ihre Romane standen in Italien auf der Bestsellerliste und wurden mit Preisen ausgezeichnet.


Meine Meinung:
Leider hat mir das Buch nicht grade gut gefallen. Ich konnte mit dem Schreibstil der Autorin überhaupt nicht warm werden und Olivia war mir von Beginn an ein wenig suspekt. Auch das Treffen von Olivia und Diego gegen Ende des Buches war mir viel zu naiv geschildert. 
Die Geschichte hinter alldem hat mir aber doch ganz gut gefallen. Diego und Olivia hatten es beide nicht immer leicht, was die Flashbacks in ihre Vergangheit zeigen. Allerdings war ich des öfteren verwirrt, wo das Buch überhaupt spielt und welche Personen bereits verstorben sind, besonders wenn es um Diego ging. 
Im Café der möglichen Träume bekommt daher 5/10 Punkten.

Dennoch recht herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Im Café der möglichen Träume
Paola Calvetti
247 Seiten
Goldmann
ISBN: 978-3- 442-47923-8
Kaufen?
8,99€

Sam Baker: Die besten Freunde meines Lebens - Rezension

Inhalt (Klappentext):
PS: Ich liebe euch
Nicci war schon immer für eine Überraschung gut. Doch diesmal sind selbst ihre Freundinnen sprachlos. Als Nicci den Kampf gegen ihre unheilbare Krankheit verliert, hinterlässt sie ihnen nicht nur Abschiedsbriefe. Sondern auch den Garten (für Lizzie), die bezaubernden Zwillingstöchter (für Jo) und den Ehemann (für Mona). Nur zu gern hätte Nicci das Chaos gemanagt, das mit ihrem Vermächtnis im Leben ihrer Freundinnen ausbricht...


"Sam Baker erzählt von der großen Liebe, von schmerzlichem Verlust und der Kraft der Freundschaft. Ein kluger Roman voller Menschlichkeit und Optimismus.

Nur selten hat mich ein Buch so berührt wie dieses." - Jojo Moyes



Cover:
Das deutsche Cover finde ich wirklich gelungen. Es ist total schön und passt toll zur Geschichte. Das Originalcover passt auch gut, aber ich finde es leider nicht so gelungen.


Autorin:
Sam Baker studierte Politikwissenschaften in Birmingham und ist heute Chefredakteurin des englischen Lifestyle Magazins Red. Nach Glückstreffer mit Nebenwirkungen ist Die besten Freunde meines Lebens ihr zweiter Roman im Diana Verlag. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in Hampshire und London.



Meine Meinung:
Es fällt mir ungewöhnlich schwer meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir wirklich gut, es lässt sich leicht und flüssig lesen. Außerdem ist das Verhältnis von Tiefgründigkeit und Humor ziemlich ausgewogen, was mir gut gefallen hat.
Anderseits ist es aber so, dass meine Meinung zu Die besten Freunde meines Lebens sehr widersprüchlich ist. So finde ich, dass das Buch fast die gesamte Zeit über so vor sich hinplätschert, irgendwie aber auch wieder nicht. Ich fand Jo, Mona und Lizzie teils sympathisch und konnte sie gut verstehen, teils aber auch wieder nicht. Ich habe das Gefühl, dass das Buch mich durchaus überzeugt hat, aber wenn ich mir näher Gedanken darüber mache, verschwindet dieses Gefühl auch wieder.
Zum anderen werden durch eingeschobene Geschichten und Flashbacks, die Hintergründe zu den verschiedenen Figuren, die übrigens alle total authentisch und toll charakterisiert waren, bekannt. Anfänglich fiel es mir schwer, die gewonnen Eindrücke einzuordnen, und ich fand es auch ein wenig nervend, dass immer  wieder in die Vergangenheit geblickt wurde, da ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Mona, Lizzie, Jo und David weitergeht. Später habe ich aber gemerkt, dass diese Einschübe durchaus wichtig sind, und damit gehen sie auch in Ordnung.

Auch, dass die Freundschaft der vier Frauen anfangs so bilderbuchmäßig wirkt, man aber durch die Geschichten erfährt, dass es auch viele kleine Geheimnisse und den einen oder anderen Streit gab, hat mir gut gefallen und das Buch noch realistischer wirken lassen.
Die besten Freunde meines Lebens ist für mich mehr ein Durchschnittsbuch gewesen, obwohl es die Betitelung eigentlich gar nicht so richtig verdient. Die Idee ist super und auch die Umsetzung ist nicht schlecht, sie hat leider nur nicht so ganz ins Schwarze getroffen: 7,5/10 Punkten!

Vielen herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Die besten Freunde meines Lebens
Sam Baker
494 Seiten 
Diana Verlag
ISBN: 978-3-453-35738-9
Kaufen?
8,99€

Sonntag, 29. September 2013

Helene Wolf: Hilfe, wir sind umsingelt - Rezension

Abrechnung mit einer wunderlichen Spezies

Inhalt (Klappentext):
Singel: Eine Typologie jener schrecklichen Spezies, die das Pärchenglück bedroht!
Täglich treffen sie aufeinander: Paare und Singles. Zwei Lebensformen, die ihr Bestes geben, um eine friedliche Koexistenz zu führen. Doch was niemand laut zu äußern wagt: Singles nerven. Singles sind böse. Singles kommentieren und bestimmen das Paarleben. Sie haben mehr Sitzfleisch, als das Paar ertragen kann. Dabei wollen wir Paare keine Psychologen sein. Unsere Couch gehört uns. Und wir sind auch kein Begleitservice. Drei ist einer zu viel - und dieser Hut ist mindestens so alt wie das Lied von der Liebe.


Cover:
Das Cover finde ich eigentlich ganz gut. Es passt zur Geschichte und ist gut gestaltet.


Autorin:
Helene Wolft, geboren 1977 in Helmstedt, lebt als freie Werbetexterin in Berlin. Seit zwölf Jahren ist Helene Wolf liiert - zuvor kämpfte sie sich drei Jahre als Single durchs Leben. Inzwischen hat sie erfolgreiche Strategien entwickelt, um unerträgliche Singles auf Distanz zu halten.



Meine Meinung:
Leider habe ich zu dem Buch nicht viel zu sagen. Es hat mir einfach nicht gefalllen. Die Idee mag vielleicht witzig klingen, die Umsetzung dagegen fällt ziemlich schlecht aus. Gut fand ich die Einteilung des Buches und die Zitate von Helene und ihren Freunden. Denn dies war das einzig Witzige an diesem Buch. Ansonsten hat es mich ziemlich gelangweilt: Die Autorin hat sich oft wiederholt und ihr Schreibstil hat mir nicht grade zugesagt. Schade!
Hilfe, wir sind umsingelt bekommt von mir 3/10 Punkten.

Trotzdem vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Hilfe, wir sind umsingelt
Helene Wolf
158 Seiten
Blanvalet
ISBN: 978-3-442-38117-3
Kaufen?
8,99€

Freitag, 27. September 2013

Wenn du die Augen schließt: Evelyn Mitchell - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Sophies Welt bricht auseinander, als sie ihre kleine Tochter Meganverliert und kurz darauf feststellt, dass ihr Mann sie betrügt. Doch es kommt noch schlimmer: Ihr Wagen gerät auf latter Straße ins Schleudern und versinkt in einem eisigen See. Dort, in der dunklen Tiefe des Wassers zwischen Leben und Tod, begibt Sophie sich in eine Reise der Vergangenheit. Endlich erfährt sie, was es mit dem Geheimnis ihrer Mutter auf sich hat, und sie erkennt, wie weit Liebe tragen kann.



Cover:

ich finde wirklich beide Cover sehr passend und vor allem schön!

Autor/Autorin:

Evelyn Mitchell schreib bereits sehr erfolgreich Romane unter dem Namen Julianne McLean. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Nova Scotia, Kanada.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist mir vor allem durch das schöne Cover in der Buchhandlung aufgefallen und ich wollte es durch den sehr ansprechenden Klappentext, wie ich finde, sofort haben! 
Wenn du die Augen schließt ist in 62 Kapitel und einen Epilog eingeteilt und aus Sophies Sicht geschrieben.
Ich muss sagen, dass mir dieser Roman mit jeder Seite immer besser und besser gefallen hat. Die Handlung ist sehr ergreifend und anfangs auch sehr traurig, sodass ich oftmals Tränen in den Augen hatte. Doch emotionale Bücher gefallen mir generell sehr gut, deswegen hat das meine Meinung über diesen Roman nur verbessert. Sophies Leben und die Schicksalsschläge, die sie nach und nach erlebt, regen sehr zum Nachdenken an. Da sich das Buch mit dem Thema Krebs beschäftigt, hat man zu Anfang oft ein eher verklemmtes Gefühl, denn dieses Thema kann man einfach nicht schön reden. Doch Evelyn Mitchell beschreibt die Abläufe der Krankheit, die Höhen und Tiefen so realistisch, dass es einem regelrecht Angst macht. Am besten hat mir allerdings an diesem Roman der ausgezeichnete Schreibstil der Autorin gefallen! Evelyn MItchell schreibt wundervoll: sehr flüssig, gefühlvoll und einfach zu verfolgen. Vor allem der Teil des Buches, in dem es um die Geschichte ihrer Mutter geht, indem sich alles aufklärt, hat mir sehr gut gefallen. Die Liebe, die dort beschrieben wird, ist fast greifbar. Mit jedem gelesenen Wort wurde die Geschichte schöner und schöner und ich wurde fast neidisch auf die Leidenschaft und Liebe, die dort so gut herübergebracht wurde. 
Alles in allem war dieses Buch genauso schön wie das Cover. Etwas geheimnisvoll und mal etwas ganz Anderes, etwas Neues und Spannendes und Rührendes.
Wenn du die Augen schließt  bekommt von mir 10/10 Punkten!

Danke an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Wenn du die Augen schließt
Evelyn Mitchell
318 Seiten
Diana Verlag
ISBN: 978-3-453-35695-5
8,99€

Sonntag, 22. September 2013

NEUERSCHEINUNGEN OKTOBER 2013

1. Wir in drei Worten:

Mhairi McFarlane
erscheint am 01. Oktober
9,99€


2. Einfach.Liebe.:

Tammara Webber
erscheint am 21. Oktober
8,99€


3. Eines Abends in Paris:

Nicolas Barreau
erscheint am 15. Oktober
ca. 18,00€


4. Die Liste der vergessenen Wünsche:

Robin Gold
erscheint am 08. Oktober
14,99€


5. Bienensterben:

Lisa O'Donnell
erscheint am 08. Oktober
16,99€


6. Wer die Sehnsucht spürt:

Sandra Brown
erscheint am 01. Oktober
9,99€


7. Was sie nicht weiß:

Simone van der Vlugt
erscheint am 28. Oktober
12,99€


8. Zum Teufelchen mit dir:

Particia Eimer
erscheint am 21. Oktober
ca. 8,99€


9. Die Inseln, auf denen ich strande:

Lucien Deprijck
erscheint am 21. Oktober
9,99€


10. Vier Arten, die Liebe zu vergessen:


Thommie Bayer
erscheint am 01. Oktober
19,99€

Samstag, 14. September 2013

Cordula Weidenbach: "Ohne Gurt kostet 50 extra!" - Rezension

Die schrägsten Taxigeschichten

Inhalt (Klappentext):
"Fahren Sie mich irgendwo hin, ich werde überall gebraucht!"
Was Taxifahrer täglich erleben

Fahrgäste, die sich im Taxi nackt ausziehen, die es als Fluchtauto verwenden, die so betrunken sind, dass sie auf die Frage nach dem Zielort nur noch "nach Hause" lallen können, die dem Taxifahrer auf der Suche nach einer Adresse schier in den Wahnsinn treiben, um dann festzustellen, dass sie in der falschen Stadt sind - normal geht es im Taxi selten zu. Cordula Weidenbach versammelt hier die lustigsten, spannendsten und skurrilsten Erlebnisse von Taxifahrern - wahrlich abgefahrene Geschichte!


Cover:
Als schön kann man das Cover nicht wirklich beschreiben, aber das muss bei diesem Buch auch gar nicht sein. Ansonsten passt es natürlich perfekt zum Buch.


Autorin:
Cordula Weidenbach, Jahrgang 1974, war nach ihrem Tourismusstudium neun Jahre in einer Veranstaltungsagentur tätig. Auf ihren beruflichen Reisen im In- und Ausland kam sie dabei mit zahlreichen Taxifahrern ins Gespräch. Fasziniert von deren oft außergewöhnlichen Erlebnissen beschloss sie, darüber ein Buch zu schreiben. Sie lebt mir ihrem Mann und zwei Kindern in München.

Meine Meinung:
Eigentlich wollte ich das Buch nur lesen, da es mal etwas anderes ist. Wirklich große Erwartungen hatte ich nicht, doch das Buch hat mich nicht enttäuscht. Es waren wirklich lustige und skurrile Geschichten dabei und auch die Einteilung in verschiedene Kategorien hat einem Abwechslung geboten. Wirklich gelacht habe ich zwar nie, aber vorallem bei den Beschreibungen der Taxifahrer musste ich des öfteren schmunzeln. Was mir auch gut gefallen hat war der "Suchtfaktor" des Buches. Eigentlich wollte ich zu Beginn nur die ersten beiden Geschichten lesen und dann auhören, aber es lief darauf hinaus, dass ich das Buch in einem Stück durchgelesen habe. Das kann ich nicht von vielen Büchern behaupten und erst recht nicht von Büchern dieser Kategorie.
Für zwischendurch ist "Ohne Gurt kostet 50 extra!" durchaus zu empfehlen: 7/10 Punkten!

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar!

"Ohne Gurt kostet 50 extra!"
Cordula Weidenbach
238 Seiten
Heyne
ISBN: 978-3-453-60270-0
Kaufen?
8,99€

Dienstag, 10. September 2013

Wenn du mich siehst: Tara Hudson - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Stell dir vor, du begegnest dem Jungen, auf den du dein Leben lang gewartet hast. Du denkst Tag und Nacht an ihn, träumst von ihm, wünschst dir nichts sehnlicher, als ihn in deine Arme zu schließen. Aber gleichzeitig fürchtest du dich davor, denn du bist ein Geist.

                                 deutsches Cover:                                      Originalcover:
 

Cover:

Ich muss sagen, dass mir beide Cover wirklich außergewöhnlich gut gefallen. Die Farben sind wunderschön und passend und auf beiden Covern ist etwas Geisterhaftes zu erkennen, Nebel und Schatten.

Autor/Autorin:

Tara Hudson liebte es schon in ihrer Kindheit, Geistergeschichten zu erzählen, mit denen sie ihre Freunde um den Schlaf brachte. Nach ihren Jurastudium erinnerte sie sich wieder an diese besondere Gabe und machte daraus einen Beruf. Wenn du mich siehst ist das erste Erzeugnis ihrer zum Beruf gemachten Leidenschaft.
Zurzeit lebt Tara Hudson in Oklahoma. 

Meine Meinung:

Da mich das Cover sofort angesprochen hat, hatte ich von Anfang an große Erwartungen an diesen Roman! Leider wurden diese nicht gehalten, was mich selbst etwas traurig macht.
Wenn du mich siehst ist aus der Sicht von Amelia geschrieben und in 29 Kapitel und einen Epilog eingeteilt. 
Bücher über Geister habe ich bis jetzt erst sehr wenige gelesen, da mich diese Geschichten normalerweise überhaupt nicht ansprechen. Anfangs hat mir dieser Roman noch ganz gut gefallen, denn als Leser wurde man direkt mit Amelia, ihrem Leben nach dem Tod und ihren Wanderungen durch eine leblose Welt konfrontiert. Man hat ihre Gefühle erfahren und man hat gespürt, wie allein sie sich fühlt. Diese Gefühle nehmen eine rasche Wendung, als sie Joshua vor dem Ertrinken rettet, er sie sehen kann, was normalerweise niemand kann, und sich beide ineinander verlieben. Amelia verändert sich, wird mutiger und offener. Als Leser erfährt man ab diesem Zeitpunkt etwas über einen Charakter, der vorher nicht existierte, denn diese vorherige nebelartige, traurige Stimmung ist verschwunden. Diesen Wandel empfand ich als sehr angenehm, denn durch einen ebenfalls flüssigen Schreibstil wurden alle Szenen gut untermalt. Jedoch haben mir die Charaktere nicht gefallen und auch "die böse Seite" in diesem Roman war mir etwas zu langweilig. Natürlich gibt es eine gute und eine böse Seite, doch beide waren mir zu wenig beschrieben, somit konnte ich mich mit keiner richtig anfreunden. Mit Amelia und Joshua ging es mir genauso. Amelias Wandelung war zwar für das gesamte Buch sehr von Vorteil, doch mit jeder Seite wurde es für mich langweiliger und so wurde es für mich auch immer schwieriger, das Buch wieder in die Hand zu nehmen und weiter zu lesen. Der Reiz des Lesens war verschwunden und das sollte auf keinen Fall passieren! 
Deshalb kann ich Wenn du mich siehst leider nur 5/10 Punkten geben!

Trotzdem vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Wenn du mich siehst
Tara Hudson
350 Seiten
Heyne (fliegt)
ISBN: 978-3-453-26723-7
14,99€

Freitag, 6. September 2013

T.M. Goeglein: Cold Fury - Rezension

Inhalt (Klappentext): 
Wenn deine Familie in Gefahr ist, musst du zur Heldin werden

Sara Jane Rispoli ist eine ganz normale Sechzenjährige, die sich um ihre zu große Nase Sorgen macht. Und um den bevorstehenden Schulball und darüber, ob der Junge in den sie verliebt ist, es wirklich ernst mit ihr meint. Bis eines Tages ihre Eltern und ihr kleiner Bruder entführt werden. Sara Jane, die seit ihrer Kindheit Boxunterricht hat, weiß sofort, dass die Polizei ihr nicht helfen wird. Also liegt es an ihr, ihre Familie zu retten. Doch ihr bleibt nur wenig Zeit...



Cover:
Beide Cover zeigen Sara Jane. Das deutsche Cover finde ich ziemlich hübsch, das Original passt aber einen Tick besser, weil Sara Jane dort mit dem Aktenkoffer zu sehen ist, in dem sie später das Familiengeheimnis entdeckt.


Autor:
T.M. Goeglein war schon Drehbuchautor, Journalist und arbeitete in der Werbung, ehe er mit Cold Fury sein erstes Jugendbuch veröffentlichte. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in Chicago.


Meine Meinung:
Am Anfang dachte ich, das Buch wäre nicht grade gut. Sara Jane (der Doppelname hat mich anfangs auch ziemlich genervt) erzählt zu Beginn des Buches immer wieder Geschichten aus ihrer Kindheit. Bis ihre Eltern verschwinden, hat mich das Buch ziemlich gelangweilt, auch wenn diese Anekdoten später immer wieder einen Bezug zum aktuellen Geschehen finden. Als sie dann das Haus leer und verwüstet vorfindet, wird es langsam spannender. Schließlich erfährt Sara Jane alles über das Geheimnis ihrer Familie und muss sich immer wieder angreifern stellen. Ab diesem Zeitpunkt ist die Geschichte durchaus actionreich und lesenswert. Das alles ist natürlich nicht grade realistisch, aber das war mir schon sehr bald klar und hat mich dann auch nicht weiter gestört, weil es auch einfach nicht so wirken sollte. Mit Sara Jane konnte ich leider nicht so wirklich warm werden. Ihr Charakter war mir nicht wirklich sympathisch, aber eben auch nicht unsympathisch. Von daher war das kein allzu großes Problem. 

Beim stöbern nach dem Buch im Internet habe ich auch das entdeckt, was ich selbst schon vermutet  habe: es gibt eine Fortsetzung. Ich bin schon darauf gespannt, möchte aber noch nicht mehr über den Ausgang des Buchs verraten.
Cold Fury bekommt von mir verdiente 8/10 Punkten!

Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Cold Fury
T.M. Goeglein
367 Seiten
Heyne
ISBN: 978-3-453-26769-5
Kaufen?
13,99€

Dienstag, 3. September 2013

A.J. Kazinski: Der Schlaf und der Tod - Rezension

Inhalt (Klappentext):
Sanft schwingt der Tod
Kommissar Niels Bentzon wird mitten in der Nacht zu einem dringenden Einsatz gerufen: Eine junge Frau will sich in der Kopenhagener Innenstadt von einer Brücke stürzen. Sie ist unbekleidet und steht eindeutig unter Drogen. Bentzon, der auf solche Fälle spezialisiert ist, klettert die Brücke hinauf, kann aber keinen Kontakt zu der jungen Frau aufbauen. Vor seinen Augen springt sie in den Tod. Was zunächst aussieht wie Selbstmord, entpuppt sich als perfider Mord. Und es bleibt nicht bei einem Opfer.


Cover:
Das deutsche Cover gefällt mir gut. Es wirkt meiner Meinung nach ein wenig mystisch und passt auch sonst gut zur Geschichte. Auf dem Originalcover ist zwar das Relief zu sehen, dass in dem Buch durchaus eine Rolle spielt, aber die Farben gefallen mir dort nicht so gut.


Autoren:
A.J. Kazinski ist das pseudonym für das dänischen Autorenduo Anders Rønnow Klarlund und Jacob Weinreich. Anders Rønnow Klarlund, Jahrgang 1971, arbeitet als Autor und Regisseur. Für seine Filme ist er bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Jacob Weinreich, 1972 in Århus geboren, ist Drehbuch- und Romanautor. Beide Autoren leben mit ihren Familien in Kopenhagen.


Meine Meinung:
Der Schlaf und der Tod ist ein sehr gutes Buch. Der Thriller wird jeweils in der Er-Sie-Form aus verschiedenen Perspektivern erzählt, die das Buch sehr viel interessanter machen. Zum einen erfährt man Niels Wahrnehmung, zum anderen die von seiner Frau Hannah, die des Mörders und die eines Mädchens, Silke, die in der Kinder- und Jugendpsychatrie lebt. Wieso auch die Sicht des Mädchens eine Rolle spielt, klärt sich nach einiger Zeit auf, ist aber wirklich überraschend. Auch die Verbindung der Geschehnisse zu einem Mord, der acht Jahre bevor das Buch spielt verübt wurde, sowie die Absicht des Mörders sind für mich überraschend Gewesen. Man konnte immer wieder in verschiedene Richtungen spekulieren, wurde aber immer wieder auf falsche Fährten gelockt und es konnte, zumindest mir, nicht gelingen das "Rätsel" zu lösen. Das Buch ist für einige vielleicht zu lang (ca. 600 Seiten), doch es beinhaltet eine komplexe Geschichte, da die einzelnen Personen neben den Morden auch noch andere Dinge beschäftigen. Doch wenn man sich etwas Zeit dafür nimmt, braucht man auch nicht allzu lange um das Buch zu beenden. In dem Buch werden das Thema Schizophrenie und vorallem Nahtoderfahrung angeschnitten. Vorher wusste ich nicht wirklich viel darüber, trotzdem bin ich immer mitgekommen: gut!

Das alles macht Der Schlaf und der Tod trotz der Länge zu einem lesenswerten Buch: 9/10 Punkten!


Vielen Dank an der Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Der Schlaf und der Tod
A.J. Kazinski
605 Seiten (Klappbroschur)
Heyne
ISBN: 978-3-453-26793-0
Kaufen?
16,99€